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Mi. 20. Juni 20:15

Dr. Faustus sucht das Glück

Theater im öffentlichen Raum


Ein theatraler Parcours durch den Stadtteil St. Pauli
Regie: DIE AZUBIS Kai Fischer und Christopher Weiß // Regieassistenz: Lisa Apel // Dramaturgie/Produktionsleitung: Kaja Jakstat
Spiel: Sandra Lange, Johannes Nehlsen und Lucie Wittenberg // Sprecher: Volker Wackermann
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Hamburgischen Kulturstiftung
In Kooperation mit der GWA St Pauli e.V.

Weitere Vorstellungen: 24. Juni, jew. 20:15 
Tickets: 18 € Vollpreis | 12 € ermäßigt. Karten unter: dieazubis.faust@gmail.com. Treffpunkt wird bei Bestellung bekannt gegeben.

Werd ich zum Augenblicke sagen, verweile doch, du bist so schön. (Johann Wolfgang von Goethe)Was macht uns glücklich? Arbeit? Rausch? Ruhe? Konvention? Geld? Sex? Konsum? Oder alles zusammen?„Dr. Faustus sucht das Glück“ ist ein theatraler Parcours durch St. Pauli für sechs Zuschauer*innen auf der Suche nach dem Glück. Auf Folie von Goethes „Faust“ entspinnt das Künstlerkollektiv Die AZUBIS ein fiktives Schauspiel an realen Orten. Die Zuschauer*innen treffen in Kiezkneipen, Casinos, Kirchen und in Privatwohnungen auf Gretchen, Wagner und Marthe, die Säufer aus Auerbachs Keller und die Hexen der Walpurgisnacht.Im Zentrum steht die Frage: Was ist Glück? Welche Vorstellungen von Glück gibt es? Welche Versprechen lösen sich ein und welche nicht? Gibt es Glück auf Kosten anderer?Auf St. Pauli sind die Glücksversprechen der Reeperbahn und ihr Event - und Partyvolk genauso präsent wie ein ausgeprägtes und lebendiges Stadtteilleben. Verschiedene Lebens- und Glückskonzepte existieren nebeneinander. In diese Umgebung fügt sich das Künstlerkollektiv Die AZUBIS mit seinen Zuschauer*innen nahtlos ein.In Form von Schauspiel, Audiowalk oder Dokumentation erleben die Zuschauer*innen unter Leuchtreklamen den Rausch des Gewinns und die erste Liebe. Sie sehnen sich in Marthes Wohnung nach familiärer Geborgenheit, bekommen in der Hexenküche ewige Jugend geschenkt und bitten in der Kirche um Erlösung.Es ergibt sich eine unsichtbare Theaterperformance – ein Guerilla Schauspiel, denn niemand außer den Zuschauer*innen und den Darsteller*innen weiß, dass und was gespielt wird.