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Herzlich willkommen!

Foto: Cana Bilir-Meier

MAI...

In den frühen Morgenstunden des 26. Mai 1982 verbrannte sich die Lyrikerin Semra Ertan in St. Pauli, an der Kreuzung Simon-von-Utrecht-Straße, Ecke Detlef-Bremer-Straße. Mit ihrem Suizid hatte sie ein Zeichen setzen wollen, gegen den zunehmenden Rassismus in der Bundesrepublik Deutschland, gegen die unwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der sogenannten „Gastarbeiter“.

1956 in der Türkei geboren, war Ertan 1972 zu ihren Eltern nach Kiel gezogen. Sie arbeitete als technische Bauzeichnerin und Dolmetscherin und schrieb über 350 Gedichte. Ihr bekanntestes Gedicht „Mein Name ist Ausländer“ wurde in der Türkei in Schulbüchern veröffentlicht. In Deutschland fand ihr Werk allerdings kaum Beachtung. Ertan erging es damit wie vielen migrantischen Künstler*innen. Bis heute.

Im Rahmenprogramm zu Cana Bilir-Meiers Einzelausstellung DÜSLER
ÜLKESI im Kunstverein in Hamburg haben wir migrantische  Künstler*innen verschiedener Generationen zu Gast. Alle drei Abende im Kölibri laden dazu ein, sich über Kunst und Identität, Teilhabe und Ausgrenzung, sozialen  Zusammenhalt und gesellschaftliche Konflikte auszutauschen.

Wir freuen uns auf euch!
Euer Team der GWA St. Pauli

 

Wir unterstützen die Erklärung der Vielen