Stadteilarbeit

Im Bereich Stadtteilarbeit setzen wir uns kritisch mit den aktuellen Entwicklungen im Viertel auseinander. Dabei geht es uns vor allem darum, die Bedarfe der im Stadtteil lebenden Menschen sichtbar zu machen und den BewohnerInnen des Stadtteils (vor allem den benachteiligten Gruppen) Gehör zu verschaffen. Mit unserer Arbeit orientieren wir uns an den Belangen der Bevölkerung und aktivieren diese, sich für die Verbesserung ihrer Lebenslagen einzusetzen. Unserer Ansicht nach haben individuelle Probleme immer einen Zusammenhang mit gesellschaftlichen Strukturen und Rahmenbedingungen. Auf die Veränderung dieser Strukturen zielt unserer Arbeit ab, daher thematisieren wir die Interessen der Stadtteilbevölkerung auch in und mit Politik und Verwaltung. Wir fördern Eigeninitiative und Selbstorganisation, vernetzen Einzelne und Gruppen im Stadtteil untereinander, verstehen uns als Moderatorin von Dialogen (Konflikten) und initiieren z.B. Mieterinitiativen, Demonstrationen oder Stadtteilfeste.

EMPIRE ST. PAULI
Ein aktuelles Beispiel unserer Arbeit ist der Film Empire St. Pauli, der 2009 in Kooperation mit den FilmemacherInnen Irene Bude und Olaf Sobczak produziert wurde. Der Dokumentarfilm zeigt Auswirkungen der Gentrifizierung auf St. Pauli und gibt denen, die dort leben, eine Stimme. Mit über 80 Interviews will der Film das Bewusstsein für die Geschichte des Stadtteils und die Probleme der derzeitigen Entwicklung fördern und in die Diskussion bringen.

PARK FICTION
Ein anderes Beispiel für die Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels ist der 2005 entstandene Park „Park Fiction“. Hier wurde der Wunsch nach mehr Grünfläche im Viertel aufgegriffen und in jahrelanger Auseinandersetzung mit der Politik ein Park nach den Entwürfen der AnwohnerInnen erkämpft.

 

Weiterhin unterstützen und initiieren wir bestehende und sich gründene Stadtteilinitiativen und beteiligen uns teilweise aktiv an der Mitarbeit.